Osteopathie

Die Osteopathie ist eine manuelle Therapieform, die den Menschen in seiner Gesamtheit betrachtet. Auf der Basis genauer Kenntnisse der Anatomie und funktioneller Zusammenhänge und geschultem Gespür sucht der Osteopath nach den Störungen, die den Körper daran hindern, sich selbst optimal zu regulieren.

Die Geschichte der Osteopathie begann vor ca. 150 Jahren in den U.S.A., wo sie von Andrew Taylor Still ins Leben gerufen wurde. Von da an hat sich die Osteopathie stetig weiter entwickelt. Ein Schüler Stills, William Sutherland, z.B., entwickelte die kraniosakrale Osteopathie, und erweiterte das Spektrum der Osteopathie um den Bereich des Schädels und des cerebrospinalen Liquorsystems. Der französische Osteopath Jean-Pierre Barral und andere entwickelten die viszerale Osteopathie, eine Möglichkeit die Organe manuell zu behandeln. Beide Bereiche, die kraniosakrale und die viszerale Osteopathie, sind heute zusammen mit der parietalen, d.h. den Bewegungsapparat behandelnden Osteopathie, integrale und untrennbare Bestandteile der europäischen Osteopathie.
Diese Bereiche sind aber nicht voneinander getrennt, sondern fügen sich ineinander als untrennbare Ganzheit der Diagnostik und Therapie.